Verfolgungsjagd mit Pippi Langstrumpf
Am Samstag beginnt die neue Theater-Spielzeit auf der Naturbühne Gräfinthal im Saarpfalz-Kreis - 25 Vorstellungen
Am Samstag öffnet die Naturbühne in Gräfinthal im Saarpfalz-Kreis wieder ihre Pforten. Bis Ende August stehen 25 Open-Air-Aufführungen für Kinder und Erwachsene auf dem Programm.Die 1932 gegründete Freilichtbühne liegt mitten im Grünen. Ihr Bühnenbereich ist etwa dreimal so groß wie im Kaiserslauterer Pfalztheater oder im Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken. So können die Laiendarsteller aufwändige Bühnenbilder mit richtigen Häusern bauen und sich weiträumig bewegen. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Zuschauer entscheiden können, ob die Schauspieler weiterspielen sollen, wenn es während der Vorstellung zu regnen anfängt. Wird abgebrochen, bekommt man sein Geld zurück.
Los geht es morgen, Samstag, um 16 Uhr mit „Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren. Mit dem Kinderstück will der Kulturverein Bliesmengen-Bolchen, der die Naturbühne betreibt und bespielt, an seine Erfolge aus den Vorjahren anknüpfen. Allein im vergangenen Jahr kamen trotz des schlechten Wetters mehr als 20 000 Besucher zu den Aufführungen. Die Vorstellung dauert 120 Minuten inklusive 15 Minuten Pause.
Mehr als 40 Laienschauspieler, darunter viele Kinder und Jugendliche, wirken bei der aufwändigen Inszenierung von „Pippi Langstrumpf" mit, von der 19 Aufführungen geplant sind. „Pippi Langstrumpf ist ein Stück, das auf unserer riesigen Bühne richtig gut zur Geltung kommen wird. Egal ob Verfolgungsjagden rund um die Villa Kunterbunt, ein bunter Jahrmarkt oder aber die Ankunft von Pippis Vater mitsamt seinem Schiff, der „Hoppetosse", all das sind Szenen, die man auf einer Freilichtbühne wie der in Gräfinthal wirklich miterleben kann", wirbt Wilken Schütz, Vorsitzender des Kuturvereins.
Gezeigt werden Szenen, die man aus Fernsehen und Büchern kennt. Pippi zieht mit ihrem Pferd, dem „Kleinen Onkel", und ihrem Affen „Herr Nilsson" in die Villa Kunterbunt. Schnell lernt sie die Nachbarskinder Annika und Thomas kennen, mit denen sie so manches Abenteuer besteht. Mit der Vorsitzenden des städtischen Waisenhauses, Frau Prysselius, liefert sich Pippi Gefechte. Sie will Pippi aus ihrem scheinbaren Elend befreien, doch Pippi sträubt sich dagegen. Auf dem Jahrmarkt legt sie sich mit dem stärksten Mann der Welt an, die Diebe „Donner-Karlsson" und „Blom" erleben bei Pippi ihr blaues Wunder, und bei einem Kaffeekränzchen bei der Mutter von Annika und Thomas geht einiges schief. Schließlich tauchen bei Pippi in der Villa Kunterbunt noch unerwartete Gäste auf.
Für die älteren Kinder ab zwölf und für die Erwachsenen spielt das Laien-Ensemble wie schon im vergangenen Jahr die britische Komödie „Cash - Und ewig rauschen die Gelder" von Michael Cooney. Die Vorstellung dauert 150 Minuten inklusive 15 Minuten Pause. Premiere ist am Samstag, 2. Juli, um 20.30 Uhr, danach sind weitere fünf Aufführungen geplant.
Cooneys Erstlingswerk steht ganz in der Tradition englischer Komödien. Bereits seit einigen Jahren wird sie auf vielen Amateur- und Profibühnen mit großem Erfolg aufgeführt. Unter anderem auch in adaptierter Form vom Zweibrücker „Jacks Bierensemble". Mitten aus dem Leben gegriffen, lassen Wortspiele, Situationskomik und typisch englische Art kein Auge trocken. (cdh)