Hexe über Gräfinthal
Ottfried Preußlers "Kleine Hexe" wird das Kinderstück 2004 auf der Naturbühne
Kaum hat das neue Jahr begonnen, laufen die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit beim Kulturverein Bliesmengen-Bolchen bereits wieder auf Hochtouren. Auch das Kinderstück wurden ausgewählt.
Gräfinthal. Motiviert vom großen Erfolg der beiden Stücke aus dem Vorjahr, "Aschenputtel" und "Pension Schöller", zu deren 23 Vorstellungen rund 23000 Zuschauer auf die Naturbühne kamen, arbeiteten die Helfer auch in den zurückliegenden Wochen und Monaten weiter. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Brücke über den Bach komplett erneuert, außerdem sanierte man das Hauptlager und packte die Sanierung der Zuschauerterrasse links der Bühne an. "Dort werden wir auch in diesem Frühjahr weiter arbeiten", kündigte der Vorsitzende Wilken Schütz an. Außerdem stehen wie gewöhnlich Arbeiten am Bühnenbild an. All zu aufwendig dürfte das in diesem Jahr allerdings nicht werden. Die Entscheidung, welches Kinderstück im Sommer aufgeführt wird, steht nämlich bereits fest. "Wir haben beschlossen, das bereits 1993 gezeigte Stück ,Die Kleine Hexe' von Ottfried Preußler zu spielen", ließ Wilken Schütz jetzt die Katze aus dem Sack. Ein Stück, das Jung und Alt Spaß machen dürfte, passt die gute kleine Hexe doch so gar nicht in das Klischee der bösen Hexen. Mit deren Handwerkszeug Zaubertränke, Kröten, Nattern, stinkende Nebel und Hexengebräu hat die kleine Hexe nämlich überhaupt nichts am Hut. Deshalb wird sie auf der Naturbühne Gräfinthal auch nur Gutes zaubern und eine Hexe zum Liebhaben sein.Spannend dürfte dabei die Walpurgisnacht auf dem Blocksberg werden, die gut auf der Bühnenwiese abgehalten werden kann. Zu der möchte die kleine Hexe nämlich unbedingt, obwohl sie das wegen ihrer erst 127 Jahre auf dem Buckel noch nicht darf. "Es wird spannend werden", ist sich Wilken Schütz sicher.
Erwachsenenstück noch nicht klar
Unklar bleibt vorerst dagegen, welches Erwachsenenstück man zeigt. Der Vorstand des Kulturvereins beschloss, die Komödie "Pension Schöller" in dieser Spielzeit nicht mehr aufzuführen. Jetzt stehen verschiedene Drehbücher zur Auswahl, festgelegt haben sich die Verantwortlichen jedoch noch nicht. "Die Entscheidung wird aber noch in den nächsten Wochen fallen", sagt Spielleiter Edgar Bachmann. Klarheit herrscht hingegen in der Terminfrage: Am 19. und 20. Juni soll das Premierenwochenende für das Kinderstück "Die kleine Hexe" sein, für das Erwachsenenstück hat man als Premierenabend den 3. Juli vorgesehen.
Die letzte festgelegte Vorstellung der Spielzeit 2004 wurde auf den 29. August terminiert. Dazwischen liegen insgesamt 25 Aufführungstermine für beide Stücke. Zumindest im Kinderstück werden dabei mit Sicherheit auch wieder einige Kinder und Jugendliche als Darsteller auf der Bühne stehen. Rund 40 waren es im vergangenen Sommer bei Aschenputtel. "Seit Oktober haben wir im Kulturverein zusätzlich eine neue Kindergruppe, die von Gudrun und Claudia Zapp ins Leben gerufen wurde und geleitet wird", erzählt Schütz. Spielerisch werden dabei vier- bis zehnjährige Kinder an das Theaterspielen herangeführt. "Die Resonanz ist riesig. Alle Kinder, inzwischen sind es fast 20, sind mit viel Interesse und Begeisterung dabei", freut sich der Vorsitzende des Kulturvereins. Ihren ersten Auftritt werden die kleinen Akteure bereits im März haben. Dann soll in der Gaststätte der Naturbühne das "Schneewittchen" im kleinen Rahmen aufgeführt werden. Bereits am Sonntag, 1. Februar, findet um 16 Uhr in der Bühnengaststätte die Jahreshauptversammlung des Kulturvereins statt. Neben den Berichten stehen die Vorstandswahlen und die endgültige Bestätigung der Spieltermine auf der Tagesordnung. Wie die Rollenverteilung für die beiden Stücke aussieht, wird spätestens bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, 29. Februar, festgeklopft.